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Island, die Insel aus Feuer und Eis, übt in unserer durch Naturzerstörung geprägten Zeit einen fast magischen Reiz auf jeden Naturliebhaber aus. Unberührte, wilde Landschaft, riesige Gletscher im Widerstreit gewaltigen Vulkanen, eine seltene Tier- und Pflanzenwelt und nur wenigen Strassen, die das Land zerschneiden.
Viele Flüsse, suchen ihren Weg von den gewaltigen Gletschern über die Einöde, zahlreiche Fossen in Richtung Meer. Für den Paddler der Wildflüsse mit schönen Katarakten und angenehmen Flussstrecken sucht, ist Island eher nicht zu empfehlen. Es gibt nur wenige solcher Flüsse, denn das typische für Island ist, das ständige abbrechen über oft unfahrbaren Fossen mit da zwischen liegenden, meist nur langsam dahin rinnenden Flüssen.
Mit der Fähre ging es von Dänemark über die Färöer Inseln nach Island. Fünfzig Stunden Fahrt über das Meer und neun Stunden Aufenthalt auf den Färöer Inseln. Das war eine sehr lange Zeit, bis wir in Island waren. Rebecca und ich erforschten nun die Insel. Zwei Wochen hatten wir Zeit, bis das Kajakteam mit dem Flugzeug ankam. Wir suchten uns die schönsten Bergtouren und Reiseziele der Insel aus. Geysire, Fossen, Berge mit und ohne Gletscher, Schwefelquellen zum Baden wurden ins Auge genommen. Die Farbenpracht der Insel ist schon gewaltig und das Tierreich noch viel interessanter. Die vielen Vogelarten, an den Klippen, und deren Brutstellen, einfach eine Pracht und sicherlich nirgends zu überbieten. Die Besteigung des Hvannadalshnukur am Vatnajökull (das ist der höchste Berg Islands mit 2125m) war sicherlich die schönste Tour und wird unvergesslich bleiben.
Das Kajakteam reiste an, mit zwei Jeeps ging es ins Landesinnere. In den nächsten zwei Wochen ist jetzt Paddeln angesagt. Besser gesagt, „Park and Huck". Der erste Fossen den wir ins Auge genommen haben war der „Pjofafoss", das ist ein Wasserfall mit 10 Metern Höhe und dunkelbraunen Wasser. Ein schöner Fall um sich ein bisschen einpaddeln zu können. Anschließend ging es weiter in Südöstlicher Richtung zum Eissee. Dort wurde ein bisschen gefilmt, wie die Truppe zwischen Eisbergen hindurch paddelt. In nächster Zeit haben wir zwar viele Flüsse und Wasserfälle angeschaut, aber der Wasserstand hatte für Befahrungen leider nicht gereicht. Die Temperaturen sanken stark und somit auch der Wasserstand. In der Nähe von Seydisfjördur haben wir dann einen schönen Fluss mit vielen Wasserfällen gefunden. Eine Perle auf Island würde ich sagen, denn so viele schöne Fälle auf so einem kurzen Abschnitt sieht man selten. Auf diesen Fluss gab es einen Schwimmer von unserem Schweizer Flo und auch die Helmkamera samt Stativ wurde dabei in die Ewigen Jagdgründe gezogen. Obendrein, habe ich noch einen Wasserfall gebooft, wo ich mir fast den Rücken brach. Glück im Unglück kann man sagen, denn der Fluss hatte es in sich. Lukas wurde auch aus dem Kajak geholt und musste Schwimmen. Somit waren die Schweizer Freunde klar überlegen. Am Godafoss wurde noch gut gestürzt. Philipp hat nach aufgegangener Spritzdecke schwimmen müssen und dabei die nächste Helmkamera verloren. Rebecca befuhr den ersten Wasserfall ihres Lebens, da wurde dann am Abend kräftig gefeiert. Ein unvergessliches Erlebnis für sie. Der Schaden ist groß, den der Olaf tragen muss!!! Am nächsten Wasserfall, dem „Ullafoss" hatten wir auch viel Action. Lars riss sich die Unterlippe auf. Der Süllrand war dabei im Weg. Ich boofte aus 15 Meter Höhe, aber leider verkehrt, ins grüne Wasser. Der Boden vom Boot obenauf, und ich nach untern. So schnell wie ich da aus dem Kajak geschossen bin, bin ich wohl noch nie aus einem Boot gerissen worden. Die Schenkelstützen sind dabei gebrochen und zum Glück nichts anderes. Für mich und Lars war das Paddeln jetzt beendet. Am letzten Fossen, dem Aldeyarfoss haben wir uns dann als Sicherungsteam gemeldet. Der Fossen war einer der Extremsten überhaupt. 100 Kubik pro Sekunde, und auf 10 Meter zusammen gedrückt. Der Pilz im Pool war 5 Meter hoch. Ein richtig wildes Tier war das. Matze paddelt als erster, schwup die Decke ist auf und das Trommelfell gerissen. Sam Paddelt als zweiter, und erwischt die Linie perfekt. Besser kann man den Fall nicht fahren, würde ich sagen. Der letzte war dann Philipp, er taucht für sage und schreibe 13 Sekunden ab. Als erstes tauchten das Kajak auf, dann der Philipp und zuletzt das Paddel, das alles in Einzelteilen. Viel passiert, viel erlebt in den zwei Wochen. Die Filmer Olaf und Jared, sowie der Fotograf Jens haben es sicher nie langweilig gehabt. Das Kajakteam reist wieder ab und ich fuhr mit meiner Freundin Rebecca über den Meeresweg wieder nach Hause.
Kajakteam: Sam Sutton Lars Dippon, Philip Baues, Lukas Wielatt, Florian Dillier, Matze Brustmann Jens Klatt, Olaf Obsommer, Jared Meehan, Bernhard Mauracher Fotos: Bernhard Mauracher, Rebecca Roeseler Sponsoren: adidas, prijon, ty-warp, wave sport, zölzer, hf, langer, kober
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