Das Altai Abenteuer

Puuhh, geschafft! Nach vier Wochen in der russischen Wildnis sind wir wieder heil nach Hause zurückgekehrt. Die Bilanz dieses Trips: acht Flüsse im Altai-Gebirge, zwei tote Russen, ein Autounfall, zwei weiterlesen

Florian Dillier@ Europeans

Ty Warp Teamrider Florian Dillier (SUI) sent some pics from Isel/Austria. He is attending the European Kayak Freestyle Champs as Swiss team coach (haha)... weiterlesen

Neuseeland

Hier stehe ich nun im Flughafen von Auckland, Neuseelands größter Stadt, und warte auf mein Gepäck. Nach 30 Stunden Flugmarathon bin ich endlich angekommen, es ist 8 Uhr morgens und ich bin todmüde. Fünf Monate lange habe ich für... weiterlesen

Matt

Howdy! So, its been a while since Ive wrditten anything for the website or blogged anything and I would love to tell you its because I have been on the water everyday an not had time to deal with technology weiterlesen

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Mittwoch, den 02. Juni 2010 um 19:00 Uhr

neuseeland bild 2Hier stehe ich nun im Flughafen von Auckland, Neuseelands größter Stadt, und warte auf mein Gepäck. Nach 30 Stunden Flugmarathon bin ich endlich angekommen, es ist 8 Uhr morgens und ich bin todmüde. Fünf Monate lange habe ich für meinen Traum vom ´Endless Summer´ gespart und kreischende Touris die Imster Schlucht runtergeschippert. Nun bin ich in Neuseeland, dem Paddelmekka, von dem jeder schwärmt, der einmal hier war. Auf mich warten viereinhalb Monate paddeln, surfen, baden, wandern und Sonne tanken. New Zealand here i come...

Zusammen mit James, meinem Raftkollegen aus Österreich wird schnellstmöglich ein Auto gekauft, um unseren Roadtrip über die beiden Inseln zu starten. Unsere Wahl fällt schließlich auf einen alten Toyota Liteace, 3 drei Sitze vorne, Handschaltung am Lenkrad, das ganze natürlich noch auf der ´falschen´ Seite und anstatt eines Kofferraums gibt es eine Riesenkühlbox, in der man ganz bequem schläft und die Kajaks verstauen kann. Einziger Nachteil ist eine Glocke, die irgendwo hinter dem Armaturenbrett versteckt ist und anfängt wie wild zu klingeln, sollte man mal schneller fahren als 100. Dennoch steht einem sehr entspannten Trip quer durch Neuseeland nichts mehr im Wege. Innerhalb der nächsten Wochen reisen wir über beide Inseln, treffen uns mit alten Bekannten und lernen nette Leute kennen. Doch leider verletzt sich James schon nach ein paar Tagen an der Schulter und deshalb müssen wir unsere Zeit eher mit schönen Wanderungen, statt mit sportlichem Wildwasser vertreiben. Nach sechs Wochen und ein paar Tausend Kilometern auf dem Tachometer muss James leider schon nach Hause fliegen. Die Arbeit ruft. Auf mich warten noch drei Monate und eine geniale Zeit in Okere Falls am Kaituna. Dieser Fluss hat alles, was man sich nur wünschen kann und war schon nach einer Woche mein Lieblings `Run´ in ganz Neuseeland.
neuseeland bild 1Auf dem ersten Kilometer bietet der Kaituna faires park´n´play Wildwasser mit tollen Spielstellen, mehrere Wasserfällen und verrückte Linien, die natürlich alle ausprobiert wurden. Doch flussab des üblichen Ausstieges warten auf 20 Kilometern feinstes Wildwasser für alle Wagemutigen. Durch enge Schluchten, die ein Scouten unmöglich machen, paddelt man mehr als vier Stunden ´non stop´. Kein Umtragen, nie Langeweile und warmes Wasser. Was will man mehr? Außer dem Kaituna gibt es auch viele andere Flüsse in der näheren Umgebung. Neben Wairoa, Huka Falls und Aratiatia Rapids sticht die Treetrunk Gorge besonders hervor. Tief in das Vulkangestein eingeschnitten bietet dieser Abschnitt zwei wunderschöne Stufen und eine atemberaubenden Schlucht. Sollte man mal keine Lust haben sich ins Boot zu setzen fährt man in nur 30 Minuten zum Meer zum Surfen, Angeln und Relaxen. Nur für einen dreiwöchigen Trip an die Westcoast verlasse ich mein neues Basislager, zu gut gefällt es mir in Okere Falls. Zusammen mit Thomas Vössing geht es wieder zurück auf die Südinsel. Die steilen Creeks der ´Westcoast´ warten auf uns und schon auf der Fähre treffen wir auf neuseeländische Paddler, die uns die nächsten Wochen begleiten werden. In den nächsten Tagen regnet es so viel, wie in Deutschland im ganzen Jahr. Der Hokitika führt 1000 statt übliche 100 m³ und selbst hohe Straßenbrücken werden aus Angst vor der Flut gesperrt.
neuseeland bild 3Doch je mehr es stürmt, desto größer die Freude der Paddler. Aus kleinen Rinnsalen werden binnen Stunden tolle Wuchtwasserruns und steinige Creeks füllen sich dank des Wasserzuschusses zu Traumbächen. Keiner weiß, wie lange diese außergewöhnlichen Regenfälle noch anhalten und so paddeln wir mehrere Flüsse täglich, um alle Raritäten abzuhaken. Als die Regenfälle langsam schwächer werden, ist es auch für uns Zeit aufzubrechen. Auf dem Weg Richtung Norden lassen wir uns einen entspannten Seekajaktrip im Abel Tasman National Park nicht entgehen. Zu einladend sind das tolle Wetter und die Natur an diesem Küstenabschnitt. Pünktlich zum Andy Duff Memorial Race schaffen wir es zurück zum Kaituna. In fünf verschiedenen Rennen treten hier Kajaks, Rafts und Sledges gegeneinander an. Selbst ein Schwimmrennen findet statt. Doch anders als bei vielen anderen Veranstaltungen, steht hier nur der Spaß im Vordergrund und so ist es selbstverständlich, dass man sich nachher noch auf einen Drink im nahegelegenen Biergarten trifft und den schönen Nachmittag gemütlich ausklingen lässt.

Als ich nach viereinhalb Monaten nach Hause fliege, weiß ich genau, dass ich wieder kommen werde. Die neuen Freunde, das tolle Land und das Weltklasse Wildwasser haben einfach mehr zu Bieten als der kalte deutsche Winter. Probiert es aus, ihr werdet nicht enttäuscht sein!!